Ehrenamt – nicht nur wichtig für Vereine, sondern auch für die Freiwilligen

 

 

Der 05. Dezember ist Tag des Ehrenamts. An diesem Tag wird den rund 30 Millionen Menschen, die sich in Deutschland ehrenamtlich engagieren, offiziell DANKE gesagt.

Diese 30 Millionen Menschen, die sich bei Hilfsorganisationen, Feuerwehren oder Vereinen einbringen, sind für gemeinnützige Betriebe von großer Bedeutung. Oftmals wäre ein Aufrechterhalten des jeweiligen Angebots ohne die freiwillige Unterstützung gar nicht möglich.

Warum sind Ehrenämter so wichtig?

Wenn man sich bewusst macht, wo Freiwillige überall eingesetzt sind, ist die Antwort nach der Wichtigkeit schon halb beantwortet. So sind es die ehrenamtlich Engagierten, die bei freiwilligen Feuerwehren oder im Sanitätsdienst im Einsatz sind. Auf Veranstaltungen, bei Unfällen oder anderen Unglücken unterstützen sie die Berufshelfer.

Andere sind in Hospizen tätigen und begleiten Sterbende sowie deren Angehörige auf ihrem letzten Weg.

Wieder andere sind im Promotion-Bereich dafür zuständig, Spendengelder und Mitglieder zu gewinnen, während wieder andere sich um die Öffentlichkeitsarbeit und die Außenwirkung kümmern.

Was ist ein Ehrenamt eigentlich?

Im ursprünglichen Sinn beschreibt ein Ehrenamt die Übernahme von einem öffentlichen Amt, wie etwa dem des Vorstands oder Kassiers in einem Verein.

Heut zu Tage wird die Tätigkeit als altruistisches Handeln in Form der Ausübung einer unentgeltlichen Beschäftigung im gemeinnützigen Bereich definiert. Ob es sich bei dieser Tätigkeit um eine regelmäßige oder eine punktuelle Aufgabe handelt, spielt keine Rolle.

Kann auch ich mich ehrenamtlich engagieren?

Viele Menschen verknüpfen den Gedanken an ein Ehrenamt mit einem hohen Zeiteinsatz. Entweder viele Stunden pro Woche oder auch eine starre Regelmäßigkeit halten so einige von der Ausübung einer ehrenamtlichen Aufgabe ab.

Doch Ehrenämter gibt es für jeden Bedarf. Wer viel Zeit aufbringen möchte, findet ebenso etwas passendes für sich wie derjenige, der ein paar Stunden im Monat absolvieren möchte.

Manche Tätigkeiten finden auf Abruf nur wenige Stunden im Jahr statt, andere mit einer festen wöchentlichen oder monatlichen Einsatzzeit und wieder andere als Vollzeitbeschäftigung im Rahmen eines freiwilligen sozialen Jahres oder des Bundesfreiwilligendienstes.

Auch müssen nicht alle Engagierten in den medizinischen oder pflegerischen Bereich. Unterstützung für die Tafel, sowohl bei der Abholung der Waren als auch bei der späteren Ausgabe derer, ist ebenso gefragt wie das Übernehmen organisatorischer oder administrativer Aufgaben.

Ein Ehrenamt kann dabei das (ehemalige) Berufsbild der Engagierten widerspiegeln, viele Vereine und Institutionen aber schulen ihre Hilfskräfte auch gerne, wenn diese mit den freiwilligen Aufgaben und zugehörigen Kenntnissen bislang noch keine Erfahrungen sammeln durften.

Mögliche Einsatzorte

Die Einsatzmöglichkeiten im Ehrenamtsbereich sind ebenso vielfältig wie die Aufgaben.

So können Sportbegeisterte gut eine ehrenamtliche Tätigkeit in Sportvereinen ausüben, als Trainer, Übungsleiter oder auch im Vorstand.

In der Kinderbetreuung, Altenpflege und auf Krankstationen wird ebenfalls viel mit ehrenamtlich Engagierten gearbeitet. Dabei geht es jedoch immer um eine ergänzende Hand zusätzlich zur Fachkraft, niemals darum, das Fachpersonal zu ersetzen.

Auch der Hospiz-Bereich ist auf das Engagement von Freiwilligen angewiesen, um ihre Kunden und deren Angehörige vollumfänglich betreuen und begleiten zu können.

Darüber hinaus werden Freiwillige im Verkauf von gemeinnützigen Secondhand-Läden, Dritte-Welt-Shops oder sonstigem gemeinnützigen Handel eingesetzt.

Wer sich lieber organisatorisch engagieren möchte, kann sich in einem gemeinnützigen Unternehmen in den Vorstand wählen lassen (Hinweis: Hierzu muss meist eine Mitgliedschaft im Verein bestehen – nachzulesen ist das in der jeweiligen Satzung des Vereins) oder in der Verwaltung aushelfen.

Wie komme ich an ein Ehrenamt?

Wenn du weißt, was du möchtest, ist auch im ehrenamtlichen Bereich eine kleine Bewerbung notwendig. Anders jedoch als bei offenen Stellen für Hauptämter ist es beim Ehrenamt oftmals ausreichend, wenn ein Motivationsschreiben gesendet wird.

Mit Hilfe eines Lebenslaufs können bereits erworbene Erfahrungen vermittelt werden, wichtiger als die vorhandenen Kenntnisse aber ist der Grund, warum sich jemand engagieren möchte. Erforderliche Fachkenntnisse werden in der Regel in Fortbildungen und Schulungen vermittelt, wenn diese nicht vorliegen sollten.

Auch bei der Vergabe einer Freiwilligentätigkeit wird sich das Unternehmen oder der Verein mit dem Bewerber in Verbindung setzen, um ein Kennenlerngespräch durchzuführen. Auch hier besteht nochmals die Möglichkeit, die Motivation für die Verrichtung der Aufgabe herauszustellen.

Doch nicht nur der Anbieter soll in diesem Gespräch die potenziell unterstützende Hand kennenlernen, auch der Interessent kann nun Fragen stellen und den Verein besser kennenlernen.

Bei beidseitigem Einverständnis und der Klärung etwaig geforderter Dokumente (wenn du mit Kindern tätig sein möchtest, benötigst du beispielsweise ein erweitertes Führungszeugnis) wird eine Ehrenamtsvereinbarung unterzeichnet und das Engagement kann beginnen.

Welche Vorteile bringt ehrenamtliches Engagement?

Nicht nur für die Gesellschaft ist die Ausübung freiwilliger Aufgaben entscheidend, auch für den Engagierten selbst leistet die Hilfe einen wichtigen Beitrag der persönlichen Entwicklung.

So können Engagierte ihr Umfeld aktiv mitgestalten, etwa durch die Unterstützung von politischen Parteien oder speziellen Vereinigungen (Weißer Ring e.V.; Gesicht Zeigen! Für ein weltoffenes Deutschland e.V.; Deutsche Krebshilfe oder weitere).

Darüber hinaus entwickeln sich aus einer ehrenamtlichen Tätigkeit noch weitere Vorteile. So erweitern die Freiwilligen ihr Netzwerk. Ob Bekannte und Freunde oder neue Aufträge und geschäftliche Partnerschaften – ein Netzwerk kann vieles hervorbringen.

Insbesondere bei jüngeren Menschen kann ein Ehrenamt auch zur Berufswahl beitragen. Stäken und Schwächen, Vorlieben und Abneigungen können ebenso herausgefunden wie praktische Berufserfahrung gesammelt werden. Ein Ehrenamt im Lebenslauf fällt in Personalabteilungen bei späteren Bewerbungen zudem immer gut auf.

Weiterhin vertiefen und intensivieren Freiwillige so genannte Soft Skills, wie etwa ihren Umgang mit Menschen, Teamarbeit, Einsatzbereitschaft und Zeitmanagement.

Finanzieller Mehrwert bei der Ehrensamtarbeit

Zu guter Letzt, sicher nicht ausschlaggebend, aber dennoch gut zu wissen, genießen ehrenamtlich Engagierte auch einen finanziellen Vorteil.

Eine Aufwandsentschädigung für freiwilliges Engagement bis zu einer Höhe von 720 Euro pro Jahr steuerfrei. Dabei handelt es sich um die Ehrenamtspauschale. Dem gegenüber steht die Übungsleiterpauschale, dank der Ausbildende, Dozenten und Betreuer bis zu 2400 Euro jährlich steuerfrei bekommen dürfen. Selbst eine Kombination aus beiden ist möglich.

Fahrtkosten zum Einsatzort oder die Aufwendungen für benötigte Materialien dürfen ebenfalls in der Steuererklärung geltend gemacht werden.

In manchen Regionen gibt es zudem eine Art Ehrenamt-Ausweis. Diese berechtigen etwa zu Vergünstigungen bei Eintritten in öffentliche Einrichtungen wie Museen oder Schwimmbäder oder halten andere kleine Annehmlichkeiten für den Inhaber bereit.

 

Was ist mir dir – Welches Ehrenamt könnte für dich interessant sein? Oder übst du vielleicht schon eines aus?

 

 

Was mache ich eigentlich alles?

Was mache ich eigentlich alles? Vor Kurzem durfte ich ein interessantes Gespräch führen. Irgendwann kamen wir zu dem Punkt, an dem ich gefragt wurde, was ich beruflich eigentlich so alles mache. So einfach diese Frage auch sein mag, die Antwort ist es nicht.  Start...

Juni 2021

Mein Juni 2021Mein Juni 2021 steht voll im Zeichen von Kindern und Jugendlichen. Meinen eigenen, meinem Umfeld und allen anderen. Hier in Bayern sind Anfang Juni Pfingstferien und im Anschluss daran finden die ersten Schultage im Präsenzunterricht statt. Es sind nur...

Dein Bild vom Kind

Dein Bild vom KindDas Bild vom Kind - dabei handelt es sich um einen Fachbegriff aus der Pädagogik. Vor allem in Betreuungseinrichtungen wie Kindergärten oder Schulhorten kommt dieses Bild vom Kind zu Einsatz. Es ist in den pädagogischen Konzepten verankert und stellt...

Die Pubertät und der präfrontale Cortex

Die Pubertät & der präfrontale CortexPlötzlich wachen Eltern auf und erkennen ihr Kind nicht mehr. Das eigentlich so liebe und wohlerzogene Kind legt Verhaltensweisen an den Tag, die Eltern niemals für möglich erachtet hätten. Auf Nachfrage, was denn los sei,...

7 Übungen für mehr Resilienz

7 Übungen für mehr ResilienzÜber eine ausgeprägte Resilienz zu verfügen, ist wichtig. Allgemein, sowohl im Privat- als auch im Berufsleben, insbesondere in Bezug auf Mobbing und Cybermobbing. Doch nicht jeder Mensch hat das Glück, von Haus aus mi einer guten Resilienz...

Cybermobbing – was kannst du tun?

Cybermobbing - was kannst du tun?Spätestens seit Zeiten des Home-Schoolings und des Home-Office ist Cybermobbing jedem ein Begriff. Cybermobbing ist das bewusste und dauerhafte Ausgrenzen einer einzelnen Person aus einem geschlossenen Kreis wie etwa der Schulklasse...

Richtig Delegieren – Voraussetzungen

Richtig delegieren - was ist notwendig?Als Führungskraft bist du mit den vielfältigsten Aufgaben beauftragt. Nicht jede dieser Aufgaben muss oder soll von dir selbst ausgeübt und erledigt werden. Damit aber ein Teammitglied weiß, was genau es zu tun hat, ist gutes...

Delegieren – so gibst du Aufgaben richtig ab

Richtig Delegieren - konkrete HandlungsweisenNachdem du ins Teil 1 des Artikels erfahren hast, worauf es beim (erfolgreich) Delegieren alles ankommt, geht es nun darum, wie du das konkret angehen kannst.   Wie kann ich Delegieren lernen?   Das Gute ist, dass...

April 2021

Mein April 2021Der April steht im Zeichen von lang ersehnten freien Tagen, Home-Schooling und viel Lernen. Der April ist anstrengend und schön und auf gewisse Weise auch ein Flashback ins letzte Jahr. Ein Flashback mit schlechtem Wetter allerdings.   Osterferien...

Führungsstil

Führungsstil und seine Auswirkungen auf die MitarbeiterzufriedenheitDer persönliche Führungsstil von Vorgesetzten ist oftmals entscheidend für den Erfolg eines Unternehmens oder einer Abteilung. Denn die Art der Führung wirkt sich auf das Team, deren Zufriedenheit und...

Zeitinseln

Zeitinseln für mehr EntspannungDie Tage sind hektisch, die Aufgabenliste umfangreich und dennoch hast du das Gefühl, nicht vorwärts zu kommen? Eine gute Möglichkeit, deine zur Verfügung stehenden 24 Stunden pro Tag sinnvoll zu nutzen, sind Zeitinseln. Was sind...

Hinweise

In den Blogbeiträgen wird auf Grund der besseren Lesbarkeit lediglich eine Geschlechtsvariante genannt.
Selbstverständlich sind in allen Beiträgen an jeder Stelle jedwede Geschlechter gemeint.

Die Blogseiten enthalten Werbung.

close

Schön, dass du da bist!

Trag dich ein, um hilfreiche Inhalte direkt in deinen Posteingang zu bekommen.

Ich sende keinen Spam! Erfahre mehr in meiner Datenschutzerklärung.

Zum Newsletter anmelden

Super, das hat geklappt - bitte bestätige deine Anmeldung über den Link, den ich dir soeben geschickt habe.