Die Wohnung sieht aus wie ein Schlachtfeld. Das Geschirr der letzten Tage stapelt sich in der Küche, die schmutzige Wäsche liegt irgendwo im Badezimmer verteilt und das Wohnzimmer beherbergt Unmengen von Papieren, die noch sortiert werden müssen.

Was auf den ersten Blick aussieht wie ein Mix aus Faulheit und Bequemlichkeit, kann auch ein Anzeichen einer psychischen Erkrankung sein.

Depressionen oder Burnout gehen oftmals mit einem Leben im Chaos einher. Der Patient fühlt sich nicht mehr in der Lage, Ordnung zu schaffen oder auch nur zu halten. Er kann sich nicht mehr aufraffen, er sieht keinen Sinn darin oder ihm fehlt schlichtweg die Kraft.

Wer psychisch aktuell enorm belastet oder gar schon überlastet ist, für den ist alles zu viel.

Anmerken tut man diese Belastung den wenigsten. Dass aber insbesondere dieses Überspielen der tatsächlichen Empfindungen eine weitere Belastung sind, erkennen viele nicht. Sie machen gute Miene zu schlechtem Befinden, denn eigentlich darf es ihnen gar nicht schlecht gehen.

Anderen geht es ja viel schlechter. Andere haben viel mehr Verantwortung, andere haben viel größere Schulden, andere werden viel fieser gemobbt, andere haben viel mehr Kinder und so weiter.

Diese Gedanken hat der Patient selbst schon zuhauf. Hört es diese aber zusätzlich aus seinem Umfeld, ist die natürliche Reaktion das Schutzschild. Es wird ein Lächeln aufgesetzt und sich immer mehr zurückgezogen.

Das letzte, was jemand in einer solchen Situation nun braucht, sind Vorwürfe oder Belehrungen. Hilfreicher ist tatkräftige Unterstützung.

Anstatt diese Zeichen zu erkennen, kommen dennoch meist weitere Vorwürfe. Warum derjenige nie Zeit hat, warum andere Dinge (oder Menschen) immer wichtiger sind. Diese absoluten Aussagen immer, nie, alle, niemand drängen den Patienten noch mehr in die Ecke.

Der Patient zieht sich immer weiter zurück, er verliert immer mehr an Kraft. Die verbleibende setzt er dafür ein, dass andere nicht merken, wie es tatsächlich in ihm aussieht.

Für nebensächliche Dinge wie Aufräumen ist keine Kraft mehr übrig.

Gerne würde der Patient etwas an dem Chaos um ihn herum ändern. Die psychische Belastung kann mitunter jedoch so enorm sein, dass er physisch dazu nicht mehr in der Lage ist.

Ist dieser Punkt erreicht, hilft nur noch der Gang zum Arzt. Einmal der Hausarzt, der die Symptome behandeln und den Patienten gegebenenfalls aus seinem belastenden Umfeld herausnehmen kann, zeitgleich aber auch der Gang zum Psychologen. Dieser arbeitet an der Ursache des Problems.

In den Blogbeiträgen wird auf Grund der besseren Lesbarkeit lediglich eine Geschlechtsvariante genannt.

Selbstverständlich sind in allen Beiträgen an jeder Stelle jedwede Geschlechter gemeint.

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