Die Tage sind hektisch, die Aufgabenliste umfangreich und dennoch hast du das Gefühl, nicht vorwärts zu kommen?
Eine gute Möglichkeit, deine zur Verfügung stehenden 24 Stunden pro Tag sinnvoll zu nutzen, sind Zeitinseln.
Was sind Zeitinseln?
Zeitinseln zu haben, bedeutet volle Konzentration auf eine bestimmte Sache. Es geht weg vom Multitasking und hin zum Fokus. Bei Zeitinseln wird sich auf jeweils nur eine einzige Sache besinnt:
- Wenn ich ein Buch lese, dann lese ich ein Buch.
- Wenn ich einen Kaffee trinke, dann trinke ich einen Kaffee.
- Wenn ich einen Artikel schreibe, dann schreibe ich einen Artikel.
- Wenn ich ein Telefonat führe, dann führe ich ein Telefonat.
- Wenn ich mit den Kindern spiele, dann spiele ich mit den Kindern.
Was auch immer wir tun – im privaten gleichermaßen wie im geschäftlichen Rahmen – wir sollten es bewusst und konzentriert tun.
Zehn Minuten Mails checken? Klar! Aber dann achte darauf, dass es bei diesen zehn Minuten bleibt und du nicht noch mal schnell bei facebook reinschaust, deine Bankkonten aufrufst und eine Bewertung für eine potenzielle Bestellung liest. Zehn Minuten Mails checken sollten zehn Minuten Mails checken sein.
Zeitinseln in die Tagesplanung integrieren
Wenn du dir mit einer festen Einteilung leichter tust, plane dir deinen Tag entsprechend.
Zeitinseln sind auch im Berufsleben eine gute Sache: Die erste Stunde deiner Arbeitszeit werden Mails bearbeitet und die sozialen Netzwerke gecheckt. Dann gibt es feste Zeiten für Projekte, aber auch Zeiten für Kaffeepausen. (Kennst du schon die 50-10 Regel?) Während einer solchen Kaffeepause trinkst du vielleicht einen Kaffee oder einen Tee, und siehst dabei zum Fenster raus. Kein Handy, kein Laptop, kein Telefonat. Nur du und deine Pause.
Die Zeitinseln kannst du, wenn du möchtest, mit deiner Freizeit ebenso handhaben wie mit deiner Arbeitszeit:
Plane die Zeiten für das Abholen vom Kindergarten ein, ebenso die Essenzeiten und Ausflugszeiten.
Plane dir für alles, was du tun musst, kleine oder große Zeitinseln ein.
Vergiss dabei nicht eine der wichtigsten Zeitinseln: die Me-time-Insel. Also die Zeit, in der es ausschließlich und nur um dich geht!
Zeitinseln für Spontane
Fühlst du dich mit einer solchen Planung unter Druck gesetzt, handhabe es spontan.
Weißt du (noch) nicht, was die bessere Herangehensweise für dich und deine Zeitinseln ist, teste es aus. Probiere es eine Woche mit Zeitinseln-Planung und eine Woche spontan. Je nachdem, womit du dich wohlerfühlst, behältst du bei.
Manche mögen die grobe Planung, manche werden ganz konkret und wieder andere brauchen die Spontanität.
Es ist alles gut und richtig – solange du dich damit wohl fühlst und alle deine Zeitinseln ihren Platz bekommen in deinem Tages- oder Wochenablauf.
Wichtig ist, dass du regelmäßig und zuverlässig all deine Zeitinseln besuchst und dann auch mit Kopf, Herz und Körper dort bist. Und zwar nur dort.
Stell dir eine Erinnerung, damit du an das Ende deines Zeitinsel-Besuchs erinnert wirst und nicht ständig auf die Uhr sehen musst. Alternativ orientierst du dich an Kirchenglocken oder anderen Signalen.
Wenn du während deiner Zeit auf einer der Zeitinseln diese Zeit richtig nutzt – für dein Kind, für den Haushalt, für die Arbeit, notfalls auch für deine Sorgen, Ängste und Herausforderungen – wirst du merken, dass du mit der gleichen Zeit wie bisher zeitgleich effektiver und produktiver sowie entspannter sein wirst.
Wenn du mehr darüber wissen möchtest, wie du Zeitinseln in deinen Alltag integrieren kannst, buche einen der Workshops.

